Freitag, 25. Februar 2005

neuzeitliches Märchen

Es lebten einmal ein Mann und eine Frau, die sich sehr liebten.
Weil es in der großen Stadt, in der sie wohnten, nicht sehr oft Schnee gab, arrangierten sie es so, dass sich der Mann für sein Auto keine Winterreifen kaufte. Die paar Tage oder wenige Wochen, an denen es Schnee auf der Straße gab, würden sie schon mit dem kleinen Auto der Frau vorlieb nehmen können. Großeinkäufe mussten in dieser Zeit halt verschoben werden.

So kam es, dass eines Tages des Mannes Autos - mit den Sommerreifen - komplett eingeschneit wurde. Die Schneehaufen links und rechts vom Auto türmten sich bis zu den Fenstern, denn die Gehsteig- und Straßenreiniger schoben den Schnee einfach zu dem Auto hin.
Auch vor dem Auto gab es einen großen Schneehaufen, denn das Auto stand genau bei einer Einfahrt, das heißt die Schneeschaufler, die die Ausfahrt freischaufelten, schippten alles vor das Auto.
Und weil das einige Tage so blieb, fror der Schnee ein und es gab richtig schöne Eisklumpen.

An einem Mittwochabend kamen die beiden nach Hause und die nette Frau machte den Mann darauf aufmerksam, dass eine Ende-Halteverbotstafel für den kommenden FR aufgestellt worden war und diese für die Zone galt, in der sich auch des Mannes Auto befand. Da der Mann aber keine Anfang-Halteverbotstafel finden konnte nahm er die Warnung der Frau nicht ernst. Und er wurde schon leicht grantig als die Frau ihn später noch einmal fragte ob er sein Auto nicht doch lieber wegstellen wolle.

Am nächsten Abend fuhr die Frau alleine nach Hause, weil sich der Mann den Bauch bei einem Geschäftsessen im Plachutta vollschlagen würde. Sie war ziemlich müde vom langen Arbeitstag sowie der abendlichen Fitnessstunde und auch der Hunger machte ihr zu schaffen, denn sie hatte nur 1 Butterweckerl gegessen.
Als sie so in ihre Gasse einbog bemerkte sie, dass die ganze Halteverbotszeile leer war (was für eine Gegend, in der Parkplätze Mangelware sind, eigentlich nie vorkommt). Es war klar: das Halteverbot galt tatsächlich ab morgen 6 Uhr früh. Genauso wie sie es gesagt hatte.
Sie überlegte lange hin und her. Sie wusste, dass der Mann erst sehr spät nach Hause kommen und somit sein Auto nicht vor 6 Uhr früh von dieser Stelle entfernen würde. Und weil sie so gut, so unendlich lieb und selbstlos war begann sie des Mannes Auto auszuschaufeln. Nach 20 Minuten Schneeschippen begannen ihre Arme und Beine zu zittern. Aber es war noch lange kein Ende in Sicht. Der Schnee war teilweise wirklich zu Eisblöcken gefroren und die kleine Frau hatte ihre liebe Mühe mit der Schneeschaufel und ihren Füßen die Eisblöcke zu zerschlagen und wegzubringen.
Nach knapp über 1 Stunde war die Parklücke endlich soweit freigeschaufelt, dass es auch mit den Sommerreifen möglich war aus der Parklücke rauszukommen ohne dass sich die Autoreifen durchdrehten.
Die Erleichterung war sehr groß.

Sie setzte sich dann ins Auto und blieb einfach einmal 10 Minuten sitzen bis sich ihr Körper halbwegs beruhigt hatte.
Danach fuhr sie noch knapp über eine 3/4 Stunde im Kreis um einen Parkplatz zu finden, denn der aufmerksame Leser wird sich erinnern können, dass die beiden in einer Gegend wohnten wo Parkplätze eine heißbegehrte Sache waren.
Sie war ja zusätzlich auch ziemlich wählerisch bei der Suche nach einem Parkplatz, denn mit einem Opel Signum kommt man nun einmal nicht in jede kleine Parklücke und wenn man auch noch Sommerreifen hat muss man sich auch auf Parkplätze konzentrieren, die möglichst wenig unter einer Schnee- oder Eisdecke liegen.

Am nächsten Morgen, so gegen 6, wurde die Frau plötzlich munter. Sie blickt aus dem Fenster und sieht, dass sich anscheinend in der Nacht ein "kluger" Autofahrer auf den von ihr freigeschaufelten Parkplatz gestellt hatte. Nur dummerweise war hier doch Halteverbot, oder? Und da kennt man keine Gnade: her mit dem Abschleppwagen.
Sie weckt den Göttergatten und meint nur: "Das könnte jetzt dein Wagen sein. Ich glaub, ich werde in den nächsten Tagen ein kleines Dankeschön-Geschenk bekommen, nicht wahr?"
Dann schleppt sie ihre müden und kaputten Glieder noch einmal ins warme Bett und hofft für den Mann, dass er sich bezüglich des Geschenkes etwas sehr gutes einfallen lässt.
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Meine Kommentare

Oh,
ich kann deine Gefühle soooo gut nachvollziehen....
gluecklich - 2007-09-07 09:04
Bin
im Moment hier nicht mehr so up2date, d'rum freut's...
fraukollegin - 2007-09-07 08:59
ja, das ist wahre Freundschaft...
ja, das ist wahre Freundschaft ... ;)
knutschigesunflower - 2007-05-24 12:38
Also
mein 1. und bis dato einziger Versuch Schnitzel zu...
cheridwen - 2007-05-24 12:23
Also
prinzipiell könnt ich es ja verstehen, wenn eure...
boomerang - 2007-05-24 12:22

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